Zeit und Ruhe. Diese Zutaten sind für mich der Ursprung aller guten Dinge. Der Wunsch etwas Mystisches zu kreieren, das hinter all unseren Sinnen verborgen ist, bildet der Ausganspunkt meiner künstlerischen Arbeit. Eine schöpferische Tätigkeit geht idealerweise der Frage nach, wie wir aus uns Selbst treten können um uns wieder neu entdecken zu können. Darin eine Essenz und Bedeutung zu gewinnen und darzustellen, ist ein höchst erstrebenswertes Ziel. Kunst ist für mich Freiheit. Künstler zu sein bedeutet frei sein und einer Essenz nachzugehen und diese zu destillieren. 

 

Ein vages Gefühl welches mich in eine bestimmte Richtung weist, bildet die Voraussetzung um überhaupt mit der Arbeit zu starten. Oft vergeht viel Zeit, bis sich dieses Gefühl einstellt und sich die Idee manifestiert. Der anschliessende Prozess, wo ich mit dem Gemälde in Verbindung trete ist ein sehr reizvoller und spannender Vorgang. Die Stille sprechen zu lassen, Sie zu verstärken und mit dem bereits Geschehene in Beziehung zu stehen, ist eine magische Angelegenheit. Dieser kontemplative Prozess mit dem Gemälde diktiert den weiteren Verlauf, der ein offenes Ende hat. Dieser Vorgang das Unbekannte zu erfassen und darzustellen braucht Zeit und Ruhe. Und plötzlich ist da ganz laut und eindeutig in der Vollkommenheit das fertige Gemälde.